Säuleck

 Säuleck 3086m

 

Vom Parkplatz auf Forstweg taleinwärts und über den Steg. Darauf auf bez. Pfad nach links durch den Wald, an der Venezianersäge (ein aufgelassenes Sägewerk) vorbei bis man wieder auf den Forstweg stößt. Diesen nun bis zum Ende an der Konradhütte (0:30) entlang. Die folgende hohe bewaldete Talstufe auf bez. Bergpfad hinauf und oben über flachere Almwiesen weiter denen eine zweite, niedrigere Talstufe folgt. Darüber liegt auf 2272m das Arthur-von-Schmid-Haus (1:45). Am Haus nach links, Richtung „Grazer Schartl“, in Kehren die grasbewachsenen Schrofen hinauf um bald über die lange Talflanke durch gut begehbare Trümmerfelder bis zum felsigen Vorbau des Säuleck-Südostgrates anzusteigen. Hinter dem Vorbau in einer Einmuldung über schuttbeladene Felsbänke höher bis an die Grateinschartung (Beginn des Detmolder Weges). Wenig höher führt der Steig wieder in die linke Blockflanke. Über sie in Kehren zum höchsten Punkt. Wenige Schritte weiter und man steht an Gipfelkreuz und Buch (2:25).

Abstieg wie Aufstieg: bis Hütte bzw. Dösener See in 1:50, zum Parkplatz in 1:45.

Das Tal ist – abgesehen von der recht hohen bewaldeten Talstufe – bis zum Dösener See wegen seiner besonders ausgeprägten Trogform landschaftlich durchaus reizvoll. Zum Grazer Schartl geht es allerdings über 1½h lang auf einer Hangschulter durch ein Trümmermeer ohne besondere Aussicht, auch der große Dösener See ist von dort nicht einzusehen. Immerhin sind die Trümmer gut begehbar, einige Abschnitte sind überdies plattig ausgelegt. Am Gipfel wird man belohnt mit der Detailansicht von Ankogel, Hochalmspitze und Großes Reißeck.

Oberhalb des Dösener Sees findet sich ein aktiver Blockgletscher, ein Phänomen des Permafrostes. Blockgletscher sind nicht mit gewöhnlichen schuttbedeckten Gletschern zu verwechseln. Blockgletscher bestehen aus einem Schutt-Eis-Gemisch, das sich langsam, aufgrund der plastischen Deformation des Eises, tal- oder hangabwärts bewegt. Sie entstehen aus Schutt, der sich am Fuß von Felswänden ansammelt und in dem sich nachträglich Eis, genährt aus Niederschlag, Schmelzwasser oder Lawinen, anreichert. Ist der Eisgehalt hoch genug, beginnt das Gemisch zungenförmig auszufließen.
Übernachtungsmöglichkeit im Arthur-von-Schmid-Haus OeAV.

 

(Quelle: OEAV Blockgletscherweg Dösental und Bergsteiger Dörfer Mallnitz Perle im Nationalpark Hohe Tauern)